Wer eine Sauna selber planen möchte, steht schnell vor vielen Fragen: Wie gross darf die Kabine sein, wie viele Bankreihen passen hinein und welcher Ofen ist richtig? Mit dem kostenlosen 3D-Saunaplaner von SpaCulture legen Sie diese Punkte Schritt für Schritt fest und sehen Ihre Sauna dabei im Grundriss, im Schnitt und in 3D.
Der Saunaplaner ersetzt keine Fachberatung. Er hilft Ihnen aber, die eigenen Wünsche zu ordnen, Varianten zu vergleichen und mit einer klaren Vorstellung in das erste Gespräch zu gehen. Dieser Ratgeber zeigt, worauf es bei jedem Planungsschritt ankommt.
Warum es sich lohnt, die Sauna zuerst selber zu planen
Eine Sauna nach Mass ist eine Anschaffung für viele Jahre. Je genauer Sie wissen, was Sie möchten, desto zielgerichteter verläuft die Beratung. Wer sich vorab mit Raum, Holz und Ausstattung beschäftigt hat, kann Prioritäten besser setzen: Ist eine grosszügige Liegebank wichtiger als eine Glasfront? Soll die Sauna eher hell und nordisch wirken oder dunkel und ruhig?
Das Selberplanen hat noch einen praktischen Vorteil. Sie erkennen früh, ob Ihr Raum für die gewünschte Variante ausreicht. Eine dritte Bankreihe etwa ist erst ab einer bestimmten Kabinentiefe sinnvoll. Solche Zusammenhänge zeigt der Saunaplaner direkt in der Zeichnung, statt sie erst bei der Offerte sichtbar zu machen.
Schritt 1: Saunatyp, Einbau und Grundform wählen
Am Anfang steht die Frage nach dem Saunaklima. Im Saunaplaner wählen Sie zwischen der klassischen finnischen Sauna mit 80 bis 100 °C und der Bio-Sauna mit 45 bis 60 °C und 30 bis 55 % Luftfeuchte. Die Bio-Sauna ist milder und eignet sich für alle, die eine sanftere Wärme bevorzugen. Planungen für Aussensauna und Infrarotkabine sind im Saunaplaner in Vorbereitung. Wer heute schon eine Aussensauna für den Garten plant, wird persönlich beraten.
Danach legen Sie fest, wie die Sauna im Raum steht: an einer Wand, in einer Ecke links oder rechts, in einer Nische mit drei Wänden oder freistehend. Auch die Grundform ist wählbar, rechteckig mit Tür in der Front, mit Eckeinstieg oder als L-Form mit Aussparung. Gerade in Kellern und Badezimmern entscheidet die Aufstellung darüber, wie viel Fläche nutzbar bleibt.
Schritt 2: Masse und Decke festlegen
Nun geben Sie Breite, Tiefe und Höhe der Sauna in Zentimetern ein. Der Saunaplaner berechnet daraus die Grundfläche, das Raumvolumen und eine Empfehlung für die Anzahl Personen, gerechnet mit 0,75 bis 1 m² pro Person. Zusätzlich erhalten Sie einen Richtwert für die Ofenleistung.
Besonders hilfreich ist die Funktion für die Dachschräge. Wer eine Sauna im Dachgeschoss plant, gibt die hohe und die niedrige Raumhöhe sowie die Seite der Schräge an. Der Saunaplaner rechnet die Kopfhöhe über der oberen Bank mit. So sehen Sie sofort, ob die Liegebank an der hohen oder an der niedrigen Seite besser liegt.
Alle Masse prüfen wir bei der Beratung vor Ort. Die Eingabe im Planer ist deshalb eine solide Grundlage, aber noch kein verbindliches Aufmass.
Schritt 3: Holz, Profil und Bänke auswählen
Das Holz prägt Duft, Farbe und Atmosphäre Ihrer Sauna. Für Wände und Decke sowie für die Bänke wählen Sie im Saunaplaner getrennt aus sechs Holzarten:
- Nordische Fichte: hell, mit lebhaften Ästen
- Abachi: bleibt kühl und eignet sich besonders für Bänke
- Espe: hell und astfrei
- Hemlock: feine, ruhige Maserung
- Thermo-Espe: dunkel und thermisch behandelt
- Schweizer Arve: duftendes Holz aus den Alpen
Auch das Profil der Wandverkleidung bestimmt die Wirkung. Zur Wahl stehen fünf Profile von schmalen Leisten bis zu breiten, ruhigen Flächen sowie eine glatte Holzoberfläche. Senkrecht verlegt strecken die Profile den Raum optisch, waagrecht wirken sie ruhiger und lassen die Sauna breiter erscheinen.
Bei den Bänken entscheiden Sie über eine bis drei Bankreihen, die Tiefe der oberen Liegebank, eine durchgehende Liege oder eine L-Bank, eine Rückenlehne und eine offene oder geschlossene Bankfront. Für die obere Liegebank gilt: 60 cm sind das Mindestmass zum Liegen, mit 70 cm liegen Sie bequemer, 80 cm bieten eine grosszügige Liegefläche. Optional lässt sich ein Infrarot-Rückenstrahler integrieren.
Welche Saunagrösse und welches Holz zu Ihrem Alltag passen, beschreibt auch unser Ratgeber Welche Sauna für zuhause wirklich passt.
Schritt 4: Ofen und Steuerung bestimmen
Der Saunaplaner bietet vier Ofenarten: den elektrischen Standardofen, einen Designofen als Säule oder in Edelstahl, einen Bio-Kombiofen mit Verdampfer für die Bio-Sauna sowie einen Holzofen, für den ein Kamin nötig ist. Zusätzlich wählen Sie zwischen Wandofen und Standofen. Ein Wandofen hält den Boden frei, ein Standofen steht als gestalterisches Element im Raum. Ofenmantel und Ofenschutz aus Holz sind als Zubehör wählbar.
Für die Bedienung stehen eine Relais-Steuerung, eine Smart-Home-Steuerung per App sowie eine frei programmierbare SPS-Steuerung für Betriebe zur Verfügung. Wie die passende Ofenleistung ermittelt wird, erklärt der Beitrag Saunaofen-Leistung berechnen.
Schritt 5: Licht und Ausstattung ergänzen
Licht entscheidet wesentlich über die Stimmung in der Sauna. Im Saunaplaner wählen Sie warmweisses LED-Licht oder RGBW mit Farben und Warmweiss. Mehrere Platzierungen sind möglich, etwa hinter der Rückenlehne, unter der Sitzbank oder indirekt über die Rückwand. Die Position sehen Sie direkt im Schnitt.
Weitere Ausstattung lässt sich hinzufügen: eine Ganzglasfront mit Glastür, ein Sternenhimmel aus Glasfaser in der Decke, eine hinterleuchtete Salzsteinwand, ein Audiosystem oder eine Duftautomatik. Griffe, Bänder und Stützen sind in Chrom glänzend oder Schwarz matt erhältlich.
Schritt 6: Raum und Baustelle beschreiben
Zum Schluss erfasst der Saunaplaner die Bedingungen vor Ort: den Bodenbelag am Aufstellort, ob ein Stromanschluss mit 400 V vorhanden ist, den Zugang zum Raum über Treppe, Lift oder ebenerdig sowie optional die schmalste Tür auf dem Weg. Diese Angaben sind wichtig, damit Lieferung und Montage vorab geplant werden können. Gerade bei einer Sauna im Keller ist der Transportweg oft der entscheidende Punkt.
Planung senden, speichern oder als Bild visualisieren
Ist die Planung fertig, tragen Sie Ihre Kontaktdaten ein und senden sie an SpaCulture. Bis zu sechs Fotos vom Raum, von der Dachschräge oder vom Zugang können Sie anhängen. Die Planung lässt sich ausserdem als PDF speichern oder per Link teilen, etwa mit Ihrer Familie oder Ihrem Architekten.
Auf Wunsch erstellen wir eine fotorealistische Visualisierung Ihrer geplanten Sauna, berechnet aus genau dieser Planung. Sie wählen die Perspektive, zum Beispiel den Blick von der Tür oder aus der Ecke. Ein Bild kostet CHF 80.– exkl. MwSt. Bei einem Auftrag für Ihre Sauna rechnen wir den Betrag vollständig an.
Vom Saunaplaner zur fertigen Sauna
Nach dem Eingang Ihrer Planung prüfen wir alle Angaben und melden uns für eine kostenlose Beratung, bei Ihnen vor Ort oder im Showroom in Chur. Dort klären wir Masse, Technik und Details und erstellen Ihnen anschliessend eine Offerte. So wird aus der Skizze eine Sauna nach Mass, die zu Ihrem Raum und Ihren Gewohnheiten passt.
Einen Überblick über die Kostenfaktoren finden Sie im Beitrag Was kostet eine Masssauna?
Häufige Fragen zum Sauna selber planen
Was kostet der Saunaplaner?
Der Saunaplaner ist kostenlos und unverbindlich. Kosten entstehen nur, wenn Sie optional eine fotorealistische Visualisierung bestellen.
Wie genau ist die Planung im Saunaplaner?
Die Planung ist eine detaillierte erste Skizze. Grundriss, Schnitt und 3D-Ansicht zeigen die Proportionen realistisch. Alle Masse prüfen wir bei der Beratung vor Ort, bevor eine Offerte entsteht.
Kann ich eine Sauna unter der Dachschräge planen?
Ja. Sie geben die hohe und die niedrige Raumhöhe sowie die Seite der Schräge an. Der Saunaplaner rechnet die Kopfhöhe über der oberen Bank mit.
Kann ich meine Planung speichern und teilen?
Ja. Sie können die Planung als PDF speichern oder einen Link kopieren und weitergeben. So lässt sich die Sauna in Ruhe mit Familie oder Architekt besprechen.
Plant SpaCulture auch ausserhalb der Ostschweiz?
Ja. Unser Schwerpunkt liegt in der Ostschweiz und im Rheintal, in Graubünden und in Liechtenstein. Projekte in der übrigen Schweiz realisieren wir auf Anfrage.
Sie möchten Ihre Sauna lieber persönlich besprechen? Gerne beraten wir Sie im Showroom in Chur, am besten nach Terminvereinbarung. Oder Sie beginnen gleich mit dem Saunaplaner und senden uns Ihre erste Planung.